Rede von Heinz Stehr im Rahmen der Solidaritätskundgebung der VVN/BdA Kiel
mit der Bevölkerung Venezuelas am 4. 1.26 vor dem Landeshaus an der
Reventloubrücke

Unsere uneingeschränkte Solidarität gehört in diesen Tagen der Bevölkerung
Venezuelas, ihrem gewählten Präsidenten Nicolas Maduro und seiner Ehefrau!
Wir fordern die sofortige Freilassung beider aus dem New Yorker Gefängnis.
Der Völkerrechtsbruch durch die US-Trump-Regierung muss Folgen haben . Trump und seine Regierung gehören als Angeklagte vor den Internationalen Gerichtshof!
In diesen Stunden denke ich an meine Erfahrungen und Begegnungen in Venezuela.
In den 70ger Jahren fuhr ich als Seemann auf einen Tanker zwischen Venezuela und New York, um Heizöl zu liefern. Die USA beuteten die Erdölfelder des reichsten
Öllandes der Erde schamlos aus und hinterließen eine Kloake wie z, B. in der
Maracaibosee. Sie hatten Venezuela kolonial von sich abhängig gemacht und
bestimmten die Politik dort.
Der Revolutionär Hugo Chavez und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter setzten
dem ein Ende! Kurz nach dem Sieg der Revolution war ich Gast der
Kommunistischen Partei (PCV) in Caracas. Was für ein Erlebnis die ganze Kraft des
revolutionären Aufbruchs zu erleben. Ich nahm an einem großen Meeting der
Revolutionäre teil und durfte dort reden. Ich bekam spontan von einer Genossin ihre Schirmmütze der MVR (Komitee zur Verteidigung der Revolution). Diese Mütze
trage ich hier heute als Ausdruck meiner Verbundenheit mit der Revolution
Venezuelas.
Ich bin mir sicher, dass die Revolutionäre ihr Land nicht den USA kampflos überlassen werden! Unsere Aufgabe ist es, Solidarität zu üben!
Ich hoffe, dass alle Freunde , Genossinnen und Genossen, die ich in Venezuela
kennenlernen durfte, in diesem Kampf gesund bleiben.
Unsere Solidarität ist auch nötig, um Kuba, Nicaragua und die fortschrittlichen
Präsidenten in Mexiko, Brasilien und Kolumbien zu schützen.
Zur umfassenden Solidarität gehören die Erkenntnisse zu Ursachen dieses
verbrecherischen Piratenakts:
– das ist Ausdruck imperialistischer Machtpolitik dieser US Regierung für die
multinationalen Banken , Großkonzerne und Fonds. Auch deswegen bleiben
wir bei unserer Losung: Das Übel an der Wurzel packen – die Macht der
Großkonzerne und Banken knacken!
– Jetzt ist die Zeit des internationalen Widerstandes, aber sie muss auch
verbunden werden mit der Diskussion um Alternativen und
gesellschaftspolitischen Perspektiven hin zu einer Gesellschaft, in der die
Bedürfnisse der Menschen Verhältnisse prägen und nicht Profit und
Ausbeutung bestimmen!
– Wir müssen um breite gesellschaftliche Allianzen ringen, auch um
Bedrohungen für die Existenz von Menschen , Natur und Umwelt gegen
reaktionäre Gefahren ( wie Trump, Maloni, Weigel u.a.) weltweit zu retten!
Solidarität ist unsere Kraft!

Liebe Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Kollegen, Genossinnen und
Genossen!
Jetzt fordern wir:
Sofortiger Rückzug aller Streitkräfte der USA aus dieser Region. Das ist nicht der
Hinterhof der USA – das sind freie Völker die ihr Recht auf Selbstbestimmung leben
wollen!
Sofortige Befreiung Maduros und seiner Frau. Ihre sofortige Rückführung nach
Venezuela!
Die USA müssen das Völkerecht achten, die UNO muss dazu entsprechende
Maßnahmen beschließen!
Zum Abschluss meiner Rede möchte ich mich an die Revolutionäre Venezuelas
wenden:
Companeras Y Companeros. Venceremos! Wir werden siegen!
Hoch die internationale Solidarität!


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