Das Netzwerk kommunistische Politik protestiert in scharfer Form gegen den vom Parteivorstand der DKP vollzogenen Bruch mit dem Neuen Impulse Verlag und den Marxistischen Blättern. Die Erfolgsgeschichte des marxistischen Theorieorgans mit einem engen freundschaftlichen Verhältnis zur DKP wird damit aus engstirnigen Motiven in Gefahr gebracht. Die offenkundige Geringschätzung der Arbeit von Redaktion und Herausgeberkreis ist einer kommunistischen Parteiführung unwürdig. Damit wird vor allem ein großer Schaden für die Partei selbst verursacht.

Hintergrund der Entscheidung ist der vergebliche Versuch des Parteivorstandes, die Marxistischen Blätter personell enger an die DKP-Führung zu binden und so den Charakter der Marxistischen Blätter als marxistische Zeitschrift einzuengen. Die Sprache des Beschlusses des DKP-Parteivorstandes erinnert fatal an die bürokratisch-administrativen Züge in der Geschichte der kommunistischen Bewegung. So wird von den Gesellschaftern des Neuen Impulse Verlags „Umkehr und Einsicht“ gefordert. Die Feststellung, im Beschluss des Parteivorstands, „Es bleibt der persönlichen Entscheidung jedes einzelnen DKP-Mitglieds überlassen, ob sie die Marxistischen Blätter weiterhin abonnieren und/oder ob sie die Herausgabe der Marxistischen Blätter durch ihre redaktionelle Mitarbeit unterstützen möchten.“, spricht Bände über ein dirigistisches Parteiverständnis bis in das individuelle Leseverhalten seiner Mitglieder hinein.

Wir fordern den Parteivorstand auf, diesen schädlichen Beschluss auf seiner nächsten Tagung zurückzunehmen und wieder ein konstruktives und solidarisches Verhältnis mit den Marxistischen Blättern aufzubauen. Die mangelnde Unterstützung für die Zeitschrift lässt sich übrigens schon seit vielen Jahren feststellen.

Das Netzwerk kommunistische Politik solidarisiert sich mit den Gesellschafter:innen des Neuen Impulse Verlags, der Redaktion und dem Herausgeberkreis der Marxistischen Blätter. Wir rufen alle DKP-Mitglieder auf, diese wichtige Theoriezeitschrift und die Arbeit des Neuen Impulse Verlags zu unterstützen – durch neue Abonnent:innen, Mitarbeit und Spenden.

12.02.2026


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